Aufklärung

Die Asiatische Hornisse

Die Asiatische Hornisse stammt aus Südostasien und breitet sich seit 2004 in Europa aus, seit 2022 auch in Nordrhein-Westfalen. Sie jagt vor allem Honigbienen. Hier lesen Sie, wie Sie sie erkennen und was Sie bei einem Verdacht tun sollten.

Funde und Nester können Sie zusätzlich direkt im offiziellen Meldeformular des Landes NRW (Neobiota-Portal) eintragen, am besten mit Foto und Fundort.

Asiatische Hornisse von oben: fast schwarzer Körper, ein orangegelbes Band am Hinterleib und gelbe Beinenden

Erkennen

So sieht sie aus

  • Brust fast schwarz, Gesicht orangegelb
  • Hinterleib dunkel mit einem breiten orangegelben Band
  • Beine mit gelben Enden

Mit etwa 2 bis 3 cm ist sie etwas kleiner als unsere heimische Hornisse.

Vergleich: links die Asiatische Hornisse mit schwarzem Brustkorb, orangefarbenem Band und gelben Beinenden, rechts die Europäische Hornisse mit rotbraunem Brustkorb und überwiegend gelbem Hinterleib

Verwechslungsgefahr

Nicht jede Hornisse ist eine Asiatische

Unsere heimische Europäische Hornisse ist größer, hat eine rotbraune Brust und einen überwiegend gelben Hinterleib. Sie steht unter Naturschutz.

Bitte töten Sie deshalb keine Hornissen auf Verdacht. Ein Foto hilft mehr.

Die Vergleichsgrafik ist KI-generiert.

Asiatische Hornisse mit grüner Farbmarkierung an einer Köderstation in Dortmund

Warum sie ein Problem ist

Ein Jäger vor dem Flugloch

Die Asiatische Hornisse lauert vor Bienenstöcken und fängt die heimkehrenden Sammlerinnen ab. Die Bienen trauen sich kaum noch hinaus und gehen geschwächt in den Winter.

Ein einziges Hornissenvolk frisst im Jahr rund elf Kilogramm Insekten, darunter auch Wildbienen und Schwebfliegen, die unsere Obstbäume und Wildblumen bestäuben. Die EU führt sie deshalb als invasive Art.

Auf dem Foto: eine Asiatische Hornisse mit grüner Farbmarkierung an einer Köderstation. So verfolgen Fachleute ihren Flug zurück zum Nest.

Nest der Asiatischen Hornisse in einem Holzkasten

Die Nester

Im Frühjahr klein und versteckt

Im Frühjahr baut die Königin allein ein kleines Nest an einem geschützten Ort, etwa in einem Schuppen, unter einem Dachvorsprung oder in einem Holzkasten wie hier. Typisch ist die Papierhülle mit dem geschwungenen, gestreiften Muster.

Entfernung eines Hornissennests aus einer hohen Kiefer am Abend

Im Sommer hoch oben in den Bäumen

Ab Juli zieht das Volk meist um, hoch in eine Baumkrone. Die Sommernester hängen oft in bis zu 30 Metern Höhe, werden bis zu einen Meter groß und sind zwischen den Blättern kaum zu sehen.

Im Herbst wachsen darin zahlreiche junge Königinnen heran, die im nächsten Jahr neue Völker gründen. Deshalb zählt jede Meldung.

Stichfester Schutzanzug für die Entfernung von Hornissennestern

Wichtig

Bitte nie selbst entfernen

Nester gehören in die Hände von Fachleuten mit stichfester Schutzkleidung wie hier. Wer ein Nest selbst angeht, riskiert viele Stiche.

Bitte stellen Sie auch keine Fallen auf. Sie fangen vor allem heimische Insekten und sind ohne Genehmigung der Naturschutzbehörde nicht erlaubt.

Fertiger Maulkorb gegen die Asiatische Hornisse mit gebogenem Drahtgitter

Schutz am Flugloch

Bauen Sie einen Maulkorb

Ein Maulkorb ist ein Drahtgitter vor dem Flugloch. Die Asiatische Hornisse kann dann nicht mehr direkt am Eingang jagen, die Bienen fliegen trotzdem ungehindert ein und aus.

Gebaut wird er aus einem einzigen Leimholzbrett. Die Bauzeichnung stammt von Uwe König.

Zur Bauanleitung
Uwe König im weißen Schutzanzug mit seiner Teleskopstange

Verdacht auf eine Asiatische Hornisse?

Rufen Sie Uwe König an

Uwe König ist in Dortmund unser Ansprechpartner für die Asiatische Hornisse.

☎ 0231 4763095

  1. Abstand halten
  2. Aus sicherer Entfernung ein Foto machen
  3. Fundort merken
  4. Uwe König anrufen

Funde und Nester können Sie zusätzlich im offiziellen Meldeformular des Landes NRW (Neobiota-Portal) melden.

Danke, dass Sie mithelfen

Jeder gemeldete Fund schützt unsere Bienen und die vielen anderen Insekten in Dortmund.

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