Vom Bienenstock ins Glas

Wie der Honig ins Glas kommt

In jedem Glas steckt viel Arbeit: zuerst von den Bienen, dann von uns. Hier zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt, wie aus dem Nektar der Blüten rund um Dortmund-Berghofen der Honig in Ihrem Glas wird.

Was die Bienen sammeln

Eine Sammelbiene ist bei schönem Wetter den ganzen Tag unterwegs. Sie bringt fünf Dinge mit nach Hause, und jedes davon braucht das Volk für etwas anderes.

Nektar

Der süße Saft aus den Blüten ist der Rohstoff für den Honig. Bei uns kommt er vor allem von Raps, Obstbäumen, Klee, Brombeere, Akazie, Ahorn und Löwenzahn.

Honigtau

Süße Tröpfchen, die Blattläuse und andere kleine Insekten auf den Blättern der Bäume hinterlassen. Auch daraus machen die Bienen Honig, vor allem im Sommer.

Pollen

Der Blütenstaub ist das Eiweißfutter für die Brut. Die Bienen tragen ihn als bunte „Höschen“ an den Hinterbeinen nach Hause.

Propolis

Aus Harzen von Knospen und Bäumen stellen die Bienen ihren Kitt her. Damit dichten sie Ritzen und Spalten in der Beute ab.

Wasser

Wasser brauchen die Bienen, um Futter zu verdünnen und den Stock an heißen Tagen zu kühlen.

Wie die Bienen aus Nektar Honig machen

Die Sammelbiene saugt den Nektar oder Honigtau auf und bringt ihn in ihrem Honigmagen in den Stock. Dort gibt sie ihn an andere Bienen weiter. Dabei kommen körpereigene Enzyme hinzu, die den Nektar nach und nach in Honig verwandeln.

Anschließend lagern die Bienen den Honig in den Wabenzellen und fächeln mit ihren Flügeln, bis nur noch knapp unter 20 Prozent Wasser darin stecken. Erst dann verschließen sie die Zellen mit einem dünnen Wachsdeckel. Eine verdeckelte Wabe bedeutet: Der Honig ist reif.

Verdeckelte Honigwabe mit Bienen, frisch aus dem Stock gezogen
Reif und verschlossen: eine verdeckelte Honigwabe

Vom Bienenstock ins Glas

Ab hier übernehmen wir. Wenn die Waben verdeckelt sind, ernten wir den Honig und bringen ihn in sieben Schritten in Ihr Glas.

  1. Imker im Schutzanzug zieht eine verdeckelte Honigwabe aus der Beute

    Waben ernten

    Wir ziehen nur Waben, die die Bienen verdeckelt haben. So wissen wir, dass der Honig reif ist. Die vollen Waben sind schwer und warm und riechen nach Honig und Wachs.

  2. Philipp Harde entdeckelt eine volle Honigwabe mit der EntdeckelungsgabelHalb entdeckelte Honigwabe: links noch mit Wachsdeckeln verschlossen, rechts schon geöffnet

    Entdeckeln

    Mit einer Entdeckelungsgabel lösen wir die dünnen Wachsdeckel von den Zellen. Auf dem rechten Bild sieht man den Unterschied gut: links ist die Wabe noch verschlossen, rechts schon offen und der Honig glänzt.

  3. Die Honigschleuder wird von Hand gedreht, unten läuft der Honig durch das Sieb in den EimerKinder entdeckeln beim Tafelprojekt Honigwaben und setzen sie in die Schleuder

    Schleudern

    Die offenen Rähmchen kommen in die Honigschleuder. Beim Drehen drückt die Fliehkraft den Honig aus den Zellen, die Waben selbst bleiben dabei ganz. Beim Tafelprojekt packen auch die Kinder mit an.

  4. Frisch geschleuderter Honig läuft aus der Schleuder durch ein Doppelsieb in den Honigeimer

    Sieben

    Aus der Schleuder läuft der Honig durch ein feines Doppelsieb in den Honigeimer. Wachsreste und alles, was nicht in den Honig gehört, bleiben im Sieb hängen.

  5. Honig wird aus einem Eimer in einen Abfüllbehälter umgefüllt

    Flüssig oder cremig

    Im Honigeimer entscheidet sich, wie der Honig zu Ihnen kommt. Entweder wir füllen ihn flüssig ab, oder wir rühren ihn zwei bis vier Wochen lang immer wieder durch. So bilden sich beim Festwerden nur ganz feine Kristalle, und der Honig wird streichzart statt hart.

  6. Ein Kind füllt beim Tafelprojekt Honig in ein Glas

    Abfüllen

    Jetzt kommt der Honig in die Gläser. Jedes Glas steht dabei auf der Waage, damit am Ende genau 500 Gramm drin sind. Dann wird es sofort verschlossen.

  7. Kinder kleben beim Tafelprojekt Etiketten auf frisch abgefüllte HoniggläserFertiges Glas Tafel-Honig „Sommertracht“ aus Dortmund mit Etikett und Mindesthaltbarkeitsdatum

    Etikett drauf, fertig

    Zum Schluss bekommt jedes Glas sein Etikett mit Sorte und Mindesthaltbarkeitsdatum. Rechts sehen Sie das Ergebnis: ein fertiges Glas unseres Tafel-Honigs „Sommertracht“. Wie das Abfüllen beim Tafelprojekt zusammen mit den Kindern abläuft, zeigen wir dort.

Und dann?

Dann steht der Honig bereit, für Sie im Shop, zum Abholen in Dortmund oder als Teil einer Bienenpatenschaft. Wenn Sie Fragen zu unserem Honig haben, rufen Sie uns gern an: 0162 7244659.

Probieren Sie selbst

Jetzt wissen Sie, was in jedem Glas steckt

Vom ersten Nektartropfen bis zum Etikett: Unser Honig kommt von unseren eigenen Völkern in Dortmund-Berghofen und geht direkt vom Imker zu Ihnen.

Zu unserem Honig Zum Tafelprojekt