Lust auf mehr?
Jetzt den Honig probieren
Alles, was du hier gelesen hast, passiert bei unseren Bienen in Dortmund-Berghofen.
Für Kinder und alle Neugierigen
Wie sieht eine Biene aus? Wer lebt alles im Bienenvolk? Und was macht eigentlich ein Imker? In acht kurzen Kapiteln erfährst du alles Wichtige über Honigbienen. Klapp ein Kapitel auf, lies es in Ruhe und teste am Ende im kleinen Quiz, was du dir gemerkt hast. Insgesamt warten 30 Quizfragen auf dich.
Kapitel 1
KI-generiertDie Honigbiene ist ein Insekt. Wie alle Insekten hat sie sechs Beine und einen Körper aus drei Teilen: Kopf, Brust und Hinterleib. Ihr wissenschaftlicher Name ist Apis mellifera, das bedeutet „Honig tragende Biene“.
Zwei Fühler zum Tasten und Riechen. Zwei große Facettenaugen aus Tausenden winzigen Einzelaugen und oben auf dem Kopf drei kleine Punktaugen. Mit dem Rüssel saugt die Biene Nektar und Wasser auf.
Hier sitzen die sechs Beine und die vier Flügel. Je zwei Flügel sind mit kleinen Häkchen verbunden. Deshalb sieht es beim Fliegen so aus, als hätte die Biene nur zwei.
An den Hinterbeinen hat die Biene ein kleines Körbchen aus Haaren. Darin trägt sie den Pollen nach Hause, als bunte Kügelchen. Imker nennen sie „Höschen“.
Hier liegt der Honigmagen, in dem die Biene den Nektar transportiert. Außerdem sitzen hier die Wachsdrüsen und der Stachel. Den haben nur die weiblichen Bienen.
Wusstest du? Bienen sehen ultraviolettes Licht, das für uns unsichtbar ist. Die Farbe Rot können sie dagegen nicht erkennen.
1. Wie viele Beine hat eine Biene?
Alle Insekten haben sechs Beine. Acht Beine haben Spinnen, und die sind keine Insekten.
2. Wie viele Flügel hat eine Biene?
Es sind vier Flügel. Je zwei sind mit kleinen Häkchen verbunden, deshalb sieht man oft nur zwei.
3. Wo trägt die Biene den Pollen nach Hause?
Den Pollen trägt sie in den Körbchen an den Hinterbeinen. Den Nektar dagegen im Honigmagen.
4. Wie heißen die großen Augen der Biene?
Facettenaugen bestehen aus Tausenden winzigen Einzelaugen. Die drei kleinen Punktaugen sitzen oben auf dem Kopf.
Kapitel 2
KI-generiertBienen machen nicht nur Honig. Ihre wichtigste Arbeit ist die Bestäubung. Wenn eine Biene in einer Blüte Nektar trinkt, bleibt feiner Blütenstaub, der Pollen, an ihrem haarigen Körper hängen. In der nächsten Blüte fällt ein Teil davon wieder ab. Erst dadurch kann aus der Blüte eine Frucht mit Samen wachsen.
Ohne Bestäubung gäbe es zum Beispiel kaum Äpfel, Kirschen, Erdbeeren oder Kürbisse. Weltweit sind mehr als drei Viertel der wichtigsten Nahrungspflanzen zumindest teilweise auf Bestäuber angewiesen. Getreide wie Weizen und Reis wird dagegen vom Wind bestäubt.
bleibt sicher übrigbleibt vielleicht übrigfehlt ohne Bienen
Ungefähre Werte für Ernten weltweit, nach Klein und andere (2007), Proceedings of the Royal Society B. Wie viel genau fehlt, hängt von der Sorte und vom Ort ab.
Eine Honigbiene fliegt bei einem Ausflug immer zu derselben Blumenart, zum Beispiel nur zu Apfelblüten. So landet der Pollen genau dort, wo er gebraucht wird.
Nicht nur Honigbienen bestäuben. In Deutschland gibt es mehr als 550 Wildbienenarten, zu denen auch die Hummeln gehören. Dazu kommen Schwebfliegen, Schmetterlinge und Käfer.
Von Honigbienen bekommen wir Honig, Bienenwachs für Kerzen, Pollen und Propolis.
Blumen und Kräuter pflanzen, die Bienen mögen, zum Beispiel Lavendel, Sonnenblumen, Schnittlauch oder Thymian. Eine wilde Ecke im Garten stehen lassen und keine Gifte spritzen.
1. Was passiert bei der Bestäubung?
Genau: Die Biene trägt Pollen von einer Blüte zur nächsten. Erst dann kann eine Frucht wachsen.
2. Welches Lebensmittel gäbe es ohne Bestäuber kaum?
Apfelblüten brauchen Insekten zur Bestäubung. Reis und Weizen werden vom Wind bestäubt.
3. Was bedeutet „Blütentreue“?
Bei einem Ausflug bleibt die Biene bei einer Blumenart. Rote Blumen kann sie übrigens gar nicht gut sehen.
4. Wie kannst du Bienen helfen?
Blumen und Kräuter sind Futter für Bienen. Ein ganz kurzer Rasen ohne Blüten hilft ihnen nicht.
Kapitel 3
Ein Bienenvolk ist wie eine kleine Stadt. Im Sommer leben darin 40.000 bis 60.000 Bienen: eine Königin, einige Hundert bis wenige Tausend Drohnen und sehr viele Arbeiterinnen. Jede Biene hat ihre Aufgabe.
KI-generiertIn jedem Volk gibt es nur eine Königin. Sie ist mit etwa 20 Millimetern die größte Biene, vor allem ihr Hinterleib ist lang. Ihre wichtigste Aufgabe ist das Eierlegen: Im Sommer schafft sie bis zu 2.000 Eier am Tag. Mit Duftstoffen hält sie das Volk zusammen.
Eine Königin wächst in einer besonderen, länglichen Zelle heran, der Weiselzelle, und bekommt nur Gelée royale zu fressen, einen besonderen Futtersaft. Sie kann bis zu fünf Jahre alt werden. Als junge Königin fliegt sie einmal zum Hochzeitsflug aus und paart sich dort mit mehreren Drohnen.
KI-generiertDrohnen sind die männlichen Bienen. Sie sind etwa 15 bis 17 Millimeter groß, kräftig gebaut und haben sehr große Augen. Drohnen haben keinen Stachel und sammeln weder Nektar noch Pollen.
Ihre Aufgabe ist es, sich auf dem Hochzeitsflug mit einer jungen Königin zu paaren. Danach sterben sie. Drohnen leben nur einige Wochen. Im Spätsommer werden die übrigen Drohnen von den Arbeiterinnen aus dem Stock gedrängt, denn für den Winter braucht das Volk sie nicht mehr.
KI-generiertArbeiterinnen sind weibliche Bienen, kleiner als die Königin und die Drohnen. Sie machen fast die ganze Arbeit im Volk. Was sie tun, hängt von ihrem Alter ab:
Wusstest du? Hat eine Sammelbiene gute Blüten gefunden, tanzt sie im Stock den Schwänzeltanz. Daran erkennen die anderen Bienen, in welche Richtung und wie weit sie fliegen müssen.
Suchbild zum Aufwärmen
Findest du die Königin? Schau genau hin: Irgendwo zwischen den vielen Arbeiterinnen läuft die Königin über die Wabe.
Tipp: Sie ist größer als die anderen Bienen, und ihr Hinterleib ist lang und reicht weit über die Flügel hinaus.
1. Wie viele Königinnen leben in einem Bienenvolk?
In jedem Volk gibt es nur eine Königin. Sie ist die Mutter aller Bienen im Stock.
2. Welche Bienen haben keinen Stachel?
Drohnen sind männlich und haben keinen Stachel. Nur weibliche Bienen haben einen.
3. Was ist die wichtigste Aufgabe der Königin?
Die Königin legt im Sommer bis zu 2.000 Eier am Tag. Sammeln und Wache halten machen die Arbeiterinnen.
4. Was macht eine ganz junge Arbeiterin zuerst?
In den ersten Tagen putzt sie Zellen. Sammelbiene wird sie erst nach etwa drei Wochen.
5. Wie zeigen Bienen den anderen, wo es Futter gibt?
Beim Schwänzeltanz zeigt die Biene Richtung und Entfernung zur Futterquelle.
Kapitel 4

Ein Imker kümmert sich das ganze Jahr um seine Bienenvölker. Damit er nicht gestochen wird, trägt er einen Imkeranzug mit Schleier und oft Handschuhe. Dazu nimmt er den Smoker mit: Der Rauch macht die Bienen ruhiger.
KI-generiertDer Imker schaut regelmäßig in jedes Volk: Gibt es Eier, also eine Königin? Haben die Bienen genug Futter und Platz? Sind sie gesund?
Im Frühjahr möchte ein starkes Volk sich teilen und schwärmen. Der Imker sucht nach Weiselzellen, in denen neue Königinnen heranwachsen, und gibt dem Volk rechtzeitig mehr Platz.
In die Holzrähmchen kommen dünne Platten aus Bienenwachs, die Mittelwände. Darauf bauen die Bienen ihre Waben.
Geerntet wird nur, wenn die Bienen die Waben mit Wachs verschlossen haben. Dann ist der Honig reif.
KI-generiertDie Varroamilbe ist ein winziger Parasit, der Bienen krank macht. Nach der Honigernte und im Winter behandelt der Imker seine Völker dagegen.
Weil der Imker Honig geerntet hat, bekommen die Bienen im Spätsommer Zuckerwasser als Wintervorrat.
Wusstest du? In Deutschland muss jeder Imker seine Bienenvölker beim Veterinäramt anmelden. So kann man Bienenkrankheiten schnell eindämmen.
1. Wozu benutzt der Imker den Smoker?
Der Rauch macht die Bienen ruhiger, so kann der Imker in Ruhe arbeiten.
2. Wann erntet der Imker den Honig?
Verschlossene Waben zeigen: Der Honig ist reif.
3. Was ist die Varroamilbe?
Die Varroamilbe ist einer der größten Feinde der Honigbiene. Deshalb behandeln Imker ihre Völker dagegen.
4. Warum füttert der Imker im Spätsommer Zuckerwasser?
Für den Honig, den der Imker erntet, bekommen die Bienen Zuckerwasser als Vorrat für den Winter.
Kapitel 5

Zuerst arbeiten die Bienen: Die Sammelbiene saugt Nektar aus den Blüten und trägt ihn im Honigmagen in den Stock. Dort geben die Bienen ihn von Biene zu Biene weiter. Dabei kommen Stoffe aus ihrem Körper dazu, die Enzyme. Danach lagern sie den Honig in den Waben und fächeln mit ihren Flügeln, bis viel Wasser verdunstet ist. Ist der Honig reif, verschließen sie die Zellen mit einem dünnen Wachsdeckel.
KI-generiertDann arbeitet der Imker:
Wusstest du? Eine einzelne Biene sammelt in ihrem ganzen Leben nur einen kleinen Bruchteil eines Teelöffels Honig. In jedem Glas steckt also die Arbeit von sehr vielen Bienen.
Alle Schritte mit Fotos aus unserer Imkerei ansehen
1. Wo transportiert die Biene den Nektar?
Nektar kommt in den Honigmagen. In den Körbchen an den Beinen trägt sie den Pollen.
2. Woran erkennt der Imker, dass der Honig reif ist?
Erst wenn der Honig reif ist, verschließen die Bienen die Zellen mit einem Wachsdeckel.
3. Was macht die Honigschleuder?
Beim Drehen fliegt der Honig aus den Zellen, die Waben bleiben ganz und können wieder benutzt werden.
4. Wie wird Honig cremig?
Cremiger Honig ist reiner Honig, der beim Festwerden immer wieder gerührt wurde. Dazu kommt nichts anderes.
Kapitel 6

Sobald die ersten Blumen blühen, legt die Königin wieder viele Eier, bis zu 2.000 am Tag. Das Volk wächst schnell. Im Mai blüht der Raps, und es gibt die erste Honigernte.

Jetzt ist das Volk am größten, mit bis zu 50.000 Bienen. Im Mai und Juni ist Schwarmzeit: Die alte Königin zieht mit vielen Bienen aus und sucht ein neues Zuhause. Im Juli wird der Sommerhonig geerntet.

Der Imker füttert die Bienen mit Winterfutter. Jetzt schlüpfen die langlebigen Winterbienen. Die Drohnen werden nicht mehr gebraucht und aus dem Stock geworfen.

Bienen halten keinen Winterschlaf. Sie sitzen eng zusammen in einer Wintertraube und zittern mit ihren Flugmuskeln. So bleibt es in der Mitte bei der Königin schön warm.
Wusstest du? An warmen Wintertagen fliegen die Bienen kurz aus, um ihr Geschäft zu machen. Imker nennen das den Reinigungsflug. Im Stock machen Bienen nämlich nie ihr Geschäft.
Was gerade bei unseren Bienen los ist, liest du in unserem Bienentagebuch Stockgeflüster aus Dortmund-Berghofen.
1. Was ist eine Wintertraube?
Im Winter sitzen die Bienen eng zusammen und wärmen sich gegenseitig. Das nennt man Wintertraube.
2. Wann schwärmen Bienen meistens?
Schwarmzeit ist im Mai und Juni, wenn das Volk groß ist. Dann zieht die alte Königin mit vielen Bienen aus.
3. Was passiert im Herbst mit den Drohnen?
Im Winter werden keine Drohnen gebraucht. Deshalb werfen die Arbeiterinnen sie im Herbst aus dem Stock.
Kapitel 7
Bienen sprechen mit Tänzen und mit Düften. Hat eine Sammelbiene gutes Futter gefunden, tanzt sie im dunklen Stock auf der Wabe. Die anderen Bienen folgen ihr und spüren die Bewegungen mit ihren Fühlern.
KI-generiertDie Biene läuft schnelle kleine Kreise, mal links-, mal rechtsherum. Das bedeutet: Das Futter ist ganz in der Nähe, sucht einfach rund um den Stock.
KI-generiertIst das Futter weiter weg, läuft die Biene eine Acht und wackelt dabei mit dem Hinterleib. Die Richtung zeigt, wo die Blüten im Verhältnis zur Sonne liegen. Je länger sie schwänzelt, desto weiter ist der Weg.
KI-generiertJedes Volk hat seinen eigenen Geruch. Die Wächterinnen am Flugloch erkennen daran sofort, ob eine Biene zu ihrem Volk gehört. Auch die Königin verbreitet einen Duft, der allen zeigt: Alles in Ordnung.
Wusstest du? Der Forscher Karl von Frisch hat die Tanzsprache der Bienen entschlüsselt und dafür 1973 den Nobelpreis bekommen.
1. Wie zeigt eine Biene den anderen eine weit entfernte Futterquelle?
Für weite Wege tanzt die Biene den Schwänzeltanz. Der Rundtanz bedeutet: Das Futter ist ganz nah.
2. Woran richtet sich die Richtung beim Schwänzeltanz?
Die Richtung des Tanzes zeigt, in welchem Winkel zur Sonne die Blüten liegen.
3. Woran erkennen die Wächterinnen fremde Bienen?
Jedes Volk hat seinen eigenen Geruch. Daran erkennen die Wächterinnen, wer dazugehört.
Kapitel 8
KI-generiertEine winzige Milbe, nur so groß wie ein Stecknadelkopf. Sie vermehrt sich in der Brut und macht die Bienen krank. Deshalb behandelt der Imker seine Völker, zum Beispiel im Winter mit Oxalsäure.

Du erkennst sie am fast schwarzen Körper, dem orangefarbenen Ring am Hinterleib und den gelben Beinenden. Sie lauert vor dem Flugloch und fängt Bienen im Flug. Ein Maulkorb vor dem Flugloch schützt die Bienen beim Starten und Landen. Mehr zur Asiatischen Hornisse
Wenn kaum etwas blüht, finden Bienen kein Futter. Imker nennen das Trachtlücke. Blühende Gärten und Wiesen helfen, damit die Bienen das ganze Jahr etwas finden.
Manche Spritzmittel gegen Schädlinge können auch Bienen schaden. Im eigenen Garten kannst du helfen, indem du auf Gift verzichtest.
Wusstest du? Bienen helfen sich auch selbst: Manche putzen sich gegenseitig und beißen dabei Varroamilben von ihren Schwestern ab. Forscher und Imker versuchen, Bienen zu züchten, die das besonders gut können.
1. Wie groß ist die Varroamilbe?
Die Varroamilbe ist nur etwa 1,6 Millimeter breit, also so klein wie ein Stecknadelkopf.
2. Was hilft den Bienen gegen die Asiatische Hornisse?
Der Maulkorb, ein Vorbau aus Drahtgitter vor dem Flugloch, macht es der Hornisse schwer, Bienen beim Starten und Landen zu fangen.
3. Was ist eine Trachtlücke?
Trachtlücke nennt man eine Zeit, in der die Bienen kaum Blüten und damit kaum Futter finden.
Hinweis: Alle Bilder mit dem Zeichen „KI-generiert“ wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt. Sie zeigen, wie Bienen aussehen, aber keine echten Bienen aus unserer Imkerei. Die Fotos und Videos ohne dieses Zeichen sind echte Aufnahmen, die meisten davon aus unserer Imkerei in Dortmund-Berghofen.
Lust auf mehr?
Alles, was du hier gelesen hast, passiert bei unseren Bienen in Dortmund-Berghofen.
Hinweis: Die Produktfotos unserer Honiggläser, des Blütenpollens und der Rohpropolis, die Bilder zur Bienenpatenschaft und zur Bienenvolk-Miete, die Illustrationen zu unseren Spenden, die Hornissen-Vergleichsgrafik, die Produktfotos unserer Kerzen (die Kerzen sind echt, Hintergrund und Licht wurden mit KI gestaltet) sowie das Motiv unseres Geschenkgutscheins wurden mit Künstlicher Intelligenz erstellt und sind am Bild als „KI-generiert“ gekennzeichnet. Alle anderen Fotos sind echte Aufnahmen aus unserer Imkerei und unseren Projekten.